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Kommentar zu Thesen

Wo_bitte_gehts_zur_wirtschaftsdemokratie

EuropaZeitgeistNov.2012

Lie­ber Herr Wal­de­cker,
vie­len Dank für Ihre Initia­ti­ve!
Beach­tens­wert, aber sehr prä­zi­sie­rungs­be­dürf­tig!
Ich habe Ihre The­sen teil­wei­se (soweit mir nicht selbst­ver­ständ­lich) kom­men­tiert.
Ich wäre gern zur Zusam­men­ar­beit mit Ihnen bereit, jedoch
unter der Vor­aus­set­zung sys­tem­theo­re­ti­scher Prä­zi­si­on.
Pau­scha­les Pos­tu­lie­ren durch blo­ße “Gut­men­schen” (die auch Sie
skep­tisch sehen) hilft uns nicht wei­ter. Wenn Sie sich mit mei­nem
Ent­wurf beschäf­ti­gen, wer­den Sie — zumal als Jurist — ver­ste­hen,
war­um ich dar­auf so insis­tie­re. Doch lei­der gehen die meis­ten
Juris­ten nicht auf die rechts­phi­lo­so­phi­schen Grund­la­gen zurück,
son­dern ver­stri­cken sich in einen unheil­vol­len Prag­ma­tis­mus.

Mein von Ihnen erwähn­tes Demo­kra­tie­buch steht vor einer Neu­auf­la­ge.
Ich habe kei­ne Exem­pla­re mehr. Wohl von der Kurz­fas­sung
“Demo­kra­tie­ma­ni­fest für die schwei­gen­de Mehr­heit”.
Ich schick es Ihnen erst ein­mal elek­tro­nisch zu,
dazu zwei neue­re Auf­sät­ze. Den Euro­pa-Auf­satz baue
ich gera­de zu einem Buch aus. Die­sel­be Refle­xi­ons-
Sys­tem­theo­rie wür­de ana­log für die Welt­ebe­ne gel­ten.
Wir kom­men — unter Vor­aus­set­zung eines gro­ßen Poten­ti­als
an gutem Wil­len, das über­all vor­han­den ist, aber blo­ckiert wird —
nur durch den­ke­ri­sche Prä­zi­si­on wei­ter. An die­ser krankt unse­re
“Dis­kurs­ge­sell­schaft” am tiefs­ten: Man glaubt nicht mehr dar­an,
dass phi­lo­so­phisch fun­dier­tes Den­ken die Welt gestal­ten kann,
wie ein Kant es noch mit Recht vor­aus­setz­te,
der ja das Welt­för­de­ra­ti­ons­den­ken vor­weg genom­men hat.
Unse­re offi­zi­ell belo­big­ten Meis­ter­den­ker ver­sa­gen.

Sie müs­sen selbst beur­tei­len, ob ich aus Ihrem Buch genü­gend
ler­nen kann. Ich fürch­te, die Unge­nau­ig­kei­ten und die man­geln­de
Sys­tem­theo­rie wür­den die­se lehr­rei­chen Ele­men­te zu sehr über­la­gern.

Soviel auf die Schnel­le,
mit herz­li­chen Grü­ßen!
Johan­nes Hein­richs

Prof. f. Phi­lo­so­phie u. Sozi­al­öko­lo­gie a. D. 

0.3 AllGemein

Ich kann den Nut­zen nicht erken­nen, aber viel­leicht hilft uns jemand?

Caro­lus

ps: All­Ge­mein­Schäd­li­ches (was ich dafür hal­te) wer­de ich nicht ver­öf­fent­li­chen

0.2 AllgemeinKritik

Die­se Bemer­kun­gen kön­nen uns wei­ter­brin­gen.

0.1 AllgemeinGut

Über die­se Kom­men­ta­re freue ich mich!

0. InsGesamt

Unter der Rubrik Gedan­ken­Gut möch­te ich die Dis­kus­si­on zu den wesent­li­chen The­men kon­kret fokus­sie­ren, indem sie sich an den The­sen ori­en­tie­ren soll­te.

Unter der Kate­go­rie Ins­Ge­samt  besteht dar­über hin­aus die Mög­lich­keit, sich all­ge­mei­ner zu den glo­ca­li­schen Gedan­ken zu äußern.

Um auch hier für mich und die Leser das Wie­der­fin­den zu erleich­tern, möch­te ich für die­se Art der Kom­men­ta­re 3 Kate­go­ri­en zur Ver­fü­gung stel­len:

0.1 All­ge­mein­Gut

Dar­un­ter sind die (über­wie­gend) posi­ti­ven Rück­mel­dun­gen zu ver­ste­hen.

0.2 All­ge­mein­Kri­tik

Hier­un­ter sind die kon­struk­tiv kri­ti­schen Bemer­kun­gen auf­ge­führt.

0.3 All­Ge­mein

Hier fin­den sich sol­che Kom­men­ta­re wie­der, die ich weder 0.1 noch 0.2 zuord­nen kann. 

 

These 13.7

13.7.  Es gibt kein geis­ti­ges Eigen­tum. Aller­dings kön­nen Ide­en wie Paten­te staat­lich aner­kannt wer­den. Mit der staat­li­chen Aner­ken­nung wird die Idee geschütz­tes Gemein­gut. Der Schöp­fer wird auf der Grund­la­ge einer Bewer­tung des gesell­schaft­li­chen Nut­zens und des wirt­schaft­li­chen Erfol­ges ange­mes­sen ver­gü­tet.

These 13.6

13.6.  Ein­rich­tun­gen der Infra­struk­tur sind grund­sätz­lich Eigen­tum von REGIA oder COMUNIA. Sie kön­nen an Pri­va­te ver­pach­tet und von die­sen bewirt­schaf­tet wer­den.

These 13.5

13.5.  Grund­be­sitz einer COMUNIA wird grund­sätz­lich nur an die eige­nen Bür­ger ver­pach­tet, so dass es kei­nen Groß­grund­be­sitz mehr geben kann, der über die Gren­zen einer COMUNIA hin­aus­geht.

These 13.4

13.4.  Pri­va­te haben gegen­über ihrer COMUNIA Besitz­recht an dem Grund und Boden, den sie bis­her zu Eigen­tum hat­ten. Sie haben das Recht, die Flä­chen zu bewirt­schaf­ten und sich die Früch­te und Pro­duk­te (Getrei­de, Wald etc.) anzu­eig­nen und zu ver­kau­fen. 

These 13.3

13.3 Weil die Erde uns allen gehört, gibt es kein Pri­vat­ei­gen­tum an Grund und Boden und Boden­schät­zen, wohl aber an Gebäu­den und sons­ti­gen Gegen­stän­den.