Archiv für März 26, 2013

These 9.6

9.6 Von gro­ßer Bedeu­tung ist die Tei­lung der Poli­zei­ge­walt. Sie muss so selb­stän­dig und so auf die Ebe­nen ver­teilt sein, dass nir­gend­wo eine bewaff­ne­te Über­macht ent­ste­hen kann.

Inhaltsangabe

Inhalt

Es ist mög­lich .….….….….….….….….….….….….….….….….….….…. 7

1.   GLOCALIS .….….….….….….….….….….….….….….….….….….… 11

2.   Eine Vase .….….….….….….….….….….….….….….….….….….… 14

3.   Blu­men in der Vase .….….….….….….….….….….….….….….…. 17

4.   Grü­ße aus Mein­dorf und Mein­hat­ten .….….….….….….….…. 18

5.   Tho­mas denkt nach .….….….….….….….….….….….….….….… 47

6.   Unmög­lich? .….….….….….….….….….….….….….….….….….…… 51

7.   Moti­ve .….….….….….….….….….….….….….….….….….….….….. 80

8.   Wirk­lich­keit .….….….….….….….….….….….….….….….….….….. 86

9.   Bewah­ren und Ändern .….….….….….….….….….….….….….…. 99

10. Prin­zi­pi­en und Kon­zep­ti­on .….….….….….….….….….….….….. 118  

11. Gut und Böse .….….….….….….….….….….….….….….….….….. 132

12. Mensch – Gemein­schaft – Mensch­heit .….….….….….….….. 152

13. Staat .….….….….….….….….….….….….….….….….….….….….… 174

14. Sozia­le Selbst­ver­wirk­li­chung .….….….….….….….….….….….… 237

15. Unter­schied .….….….….….….….….….….….….….….….….….…… 257

16. Staat und Ver­fas­sung .….….….….….….….….….….….….….….. 274

17. Prin­zi­pi­en und Inhal­te einer Welt­ver­fas­sung .….….….….…… 283

18. Men­schen­rech­te .….….….….….….….….….….….….….….….….. 304

19. Staats­ge­walt und Gewal­ten­tei­lung .….….….….….….….….… 318

20. Nie wie­der Krieg .….….….….….….….….….….….….….….….….. 342

21. Rege­lun­gen .….….….….….….….….….….….….….….….….….…. 348

22. Gren­zen .….….….….….….….….….….….….….….….….….….….. 367

23. Ebe­nen .….….….….….….….….….….….….….….….….….….….… 389

24. Recht und Gerech­tig­keit .….….….….….….….….….….….….… 409

25. Besitz und Eigen­tum.….….….….….….….….….….….….….…..  425

26. Wirt­schaft und Arbeit .….….….….….….….….….….….….….… 436

27. Kul­tur und Spra­che .….….….….….….….….….….….….….….… 465

28. Netz­wer­ke .….….….….….….….….….….….….….….….….….….. 481

29. Brief an die Mäch­ti­gen .….….….….….….….….….….….….….. 489

30. Eide .….….….….….….….….….….….….….….….….….….….….… 496

31. Der Weg .….….….….….….….….….….….….….….….….….….… 505

32. Am Ende? .….….….….….….….….….….….….….….….….….….. 545

33. Glos­sar .….….….….….….….….….….….….….….….….….….…… 548

Staatsgewalt und Gewaltenteilung

 

Aus­zü­ge Gewal­ten­tei­lung

19. Staats­ge­walt und Gewal­ten­tei­lung

Viel­leicht ist es das, was am meis­ten vor dem Staa­te schreckt, dass er näm­lich Gewalt aus­übt. Ein Staat, der so geni­al gestrickt ist, dass er nur sol­che Regeln hat, die alle Bür­ger wie selbst­ver­ständ­lich befol­gen, die­ser Staat ist ech­te Uto­pie, ein Traum, mit dem man sich lei­der nicht begnü­gen kann.

Staats­ge­walt ist Rea­li­tät. Ver­hass­te dann, wenn gegen den Unschul­di­gen vor­ge­gan­gen wird, wenn freie und auf­rech­te Men­schen unter­drückt, gefol­tert und getö­tet, frem­de Län­der und Völ­ker über­fal­len wer­den. Doch immer dann, wenn der Staat den Schwa­chen schützt, wenn die Poli­zei schlim­me­re Gewalt ver­hin­dert, wenn der Gerichts­voll­zie­her dem­je­ni­gen zu sei­nem Recht ver­hilft, dem es bis­her ver­wei­gert wur­de, dann gibt es Lob für die Staats­ge­walt. So ist es denn auch ein beru­hi­gen­des Gefühl, zu wis­sen, dass man die Poli­zei anru­fen kann, wenn man in einer bedroh­li­chen Situa­ti­on ist. 

Spä­tes­tens seit der Auf­klä­rung ist es nahe­zu selbst­ver­ständ­lich, dass Staats­ge­walt zum Staat gehört, sie sogar als ein wesent­li­ches Ele­ment des Staa­tes gel­ten muss. Er muss Auto­ri­tät haben, er muss befugt sein, das, was er recht­lich bestimmt, auch – not­falls mit Gewalt – durch­zu­set­zen. So kann es ein Staat auf Dau­er nicht hin­neh­men, dass man sei­ne Geset­ze nicht beach­tet und auch Urtei­len und Anord­nun­gen von Ver­wal­tung und Poli­zei nicht nach­kommt. Ein Staat, der sich nicht durch­set­zen kann, hat sich auf­ge­ge­ben. Das Ergeb­nis wäre die Anar­chie, und die­se wür­de wie­der­um die Star­ken stär­ken und die Schwa­chen schwä­chen.

Wer wür­de vor Kri­mi­na­li­tät schüt­zen, wer den Des­po­ten ver­hin­dern?

In einem Rechts­staat kön­nen die Men­schen in der Regel dar­auf ver­trau­en, dass der Rich­ter­spruch auch umge­setzt wird: Will der Räu­ber nicht ein­se­hen, dass sein Ver­hal­ten bestraft wer­den muss, so wird es der Rich­ter ihm sagen. Dabei wird er sich auf (meis­tens) ein­deu­ti­ge Geset­ze beru­fen kön­nen. Und wenn der Räu­ber dann nicht ins Gefäng­nis gehen will, so wird ein freund­li­cher Herr in Uni­form ihm den Weg wei­sen, zur Not mit Hand­schel­len …

Ver­ti­ka­le Gewal­ten­tei­lung

Die­ser Begriff steht für die Tei­lung der Gewal­ten zwi­schen den staat­li­chen Ebe­nen. Es geht dar­um, wel­che poli­ti­sche Ebe­ne in wel­chem Bereich „das Sagen“ hat, auf neu­deutsch: Kom­pe­tenz­re­ge­lun­gen. Es sind letzt­lich die Fra­gen, um die schon all­täg­lich in Deutsch­land und Euro­pa, aber sicher­lich auch in ande­ren Tei­len der Welt gestrit­ten wird: Wel­che Ebe­ne soll dar­über ent­schei­den, wel­che Rege­lun­gen zur Luft­rein­hal­tung, zum Stra­ßen­ver­kehr, zum Gesund­heits­schutz getrof­fen wer­den? Wer soll das Erb- oder Nach­bar­recht regeln?

Ist es ver­nünf­tig und nach­voll­zieh­bar, war­um Rege­lun­gen dazu in Frank­reich anders sind als in Deutsch­land, in Afri­ka anders als in Euro­pa? Könn­te man nicht all­ge­mei­ner defi­nie­ren, was in wel­cher Ebe­ne ver­nünf­tig ist? Müs­sen etwa unter­schied­li­che Ebe­nen dar­über ent­schei­den, ob eine Auto­bahn von Luxem­burg nach Saar­brü­cken oder von dort nach Frank­furt gebaut wird? Soll­te man nicht sagen kön­nen: Es ist eine Stra­ße von regio­na­ler, natio­na­ler oder gar con­ti­nen­ta­ler Bedeu­tung? Und danach wür­den sich Ent­schei­dung und Finan­zie­rung rich­ten?

Auch die Fra­ge des Mili­tärs und der Rüs­tung und damit die Fra­ge der Welt­si­cher­heits­po­li­tik stell­te sich neu. Ob Luxem­burg oder Liech­ten­stein (Kreis­grö­ße) oder nur die gro­ßen Staa­ten die­ser Welt zur Rüs­tung befugt sind, ob nur eini­ge weni­ge Natio­nen – so der­zeit – bestimm­te Waf­fen (z.B. Atom­waf­fen) zu pro­du­zie­ren berech­tigt sind (war­um eigent­lich?) oder ob dies nur con­ti­nen­ta­len Ein­hei­ten oder gar kei­ner Ebe­ne (so in GLOCALIS) vor­be­hal­ten ist: Die Rege­lung „Wer darf das?“ ist von ent­schei­den­der Bedeu­tung für die Welt­si­cher­heits­la­ge, für die Rüs­tungs­pro­duk­ti­on und den Auf­wand für das mili­tä­ri­sche Per­so­nal, das der­zeit vor­ge­hal­ten wer­den muss. Weder Luxem­burg noch die USA oder die NATO kön­nen der Maß­stab sein, son­dern allein die Fra­ge danach, wie viel Per­so­nal und wel­che Waf­fen wir benö­ti­gen, um glo­bal die inne­re Sicher­heit gewähr­leis­ten zu kön­nen, so der glo­ca­li­sche Ansatz.

Bei der hori­zon­ta­len Gewal­ten­tei­lung geht es um die Tei­lung der staat­li­chen Kräf­te auf einer Ebe­ne. Die­ser Tei­lungs­ge­dan­ke darf in der west­li­chen Zivi­li­sa­ti­on und Tra­di­ti­on schon als selbst­ver­ständ­lich betrach­tet wer­den. GLOCALIS ver­an­kert die­sen Gedan­ken auf allen Ebe­nen und welt­weit und ergänzt zu den bekann­ten drei Gewal­ten zwei wei­te­re, näm­lich die media­le Gewalt (MEDIATIVE) und die Gewalt der Geld­wirt­schaft und -ver­wal­tung (PECUNIATIVE).

War­um ist es wich­tig, die bekann­ten drei Staats­ge­wal­ten in geteil­ter Form zu erhal­ten, war­um ist es ein Fort­schritt, den bereits genann­ten zwei neue Gewal­ten hin­zu­zu­fü­gen?

Unge­ach­tet der prak­ti­schen Män­gel, die an der der­zei­ti­gen LEGISLATIVE zu kri­ti­sie­ren sind, kann jedoch kein Zwei­fel bestehen, dass die unab­hän­gi­ge und gewähl­te LEGISLATIVE unver­zicht­ba­rer Bestand­teil der moder­nen Gewal­ten­tei­lung sein muss. Dabei ist „gewählt“ hier so zu ver­ste­hen, dass es sich um Dele­gier­te han­delt, die dem All­ge­mein­wohl in mehr­fa­cher Form ver­pflich­tet sind, näm­lich als Ver­tre­ter des Teil­staats, der sie dele­giert hat, und als Mit­glied des Par­la­men­tes des (Teil)Staates, für den sie legis­la­ti­ve Ver­ant­wor­tung haben (z.B. als Ver­tre­ter der COMUNIA im Par­la­ment der REGIA). Das Wahl­prin­zip in Ver­bin­dung mit der beei­dig­ten Ver­pflich­tung (dazu Kapi­tel 30) auf das All­ge­mein­wohl sorgt für die Legi­ti­ma­ti­on und soll­te auch Garant für die Qua­li­tät sein.

Pecu­nia­ti­ve

Die Macht des Gel­des. Man spürt sie allent­hal­ben. Das Dau­er­the­ma Finanz­kri­se ver­deut­licht die Bedeu­tung für das poli­ti­sche Leben. Geld fehlt für vie­le öffent­li­che Zwe­cke, von der Bekämp­fung des Hun­gers und der Seu­chen ange­fan­gen bis zur Aus­stat­tung von Schu­len und Ver­sor­gung von Bedürf­ti­gen selbst in den Län­dern des Wohl­stan­des. Dem­ge­gen­über steht die opu­len­te Aus­stat­tung von Luxus­ein­rich­tun­gen wie Kreuz­fahrt­schif­fen, Ski­pa­läs­ten und Golf­plät­zen in der Wüs­te, ganz zu schwei­gen von den Gel­dern, die in die Rüs­tungs­in­dus­trie inves­tiert wer­den.

Neben die­sen Extrem­bei­spie­len sind es aber auch die gro­ßen Geld­strö­me, die im inter­na­tio­na­len Dar­le­hens und Spe­ku­la­ti­ons­ge­schäft flie­ßen, die zu einer Meh­rung des Reich­tums auf der einen Sei­te und spe­ku­la­ti­ver Geld­ver­nich­tung auf der ande­ren Sei­te füh­ren.

Die PECUNIATIVE hat im Wesent­li­chen drei Säu­len, die eng mit­ein­an­der ver­bun­den sind:

  • die Finanz­kon­trol­le und ver­wal­tung der öffent­li­chen Haus­hal­te (wie der­zeit Finanz­mi­nis­ter, Käm­me­rer)
  • die Funk­ti­on der öffent­li­chen Bank (Welt­bank, Con­ti­nen­tal­bank bis zur loca­len „Volks­bank“)
  • die Kon­trol­le des pri­va­ten Bank und Ver­si­che­rungs­we­sens.

 ….

Eine staat­li­che Gewalt, die also sowohl das pri­va­te als auch das öffent­li­che Geld­ge­schäft pro­fes­sio­nell im Blick hat, ver­spricht vor allem die radi­ka­le Beschrän­kung des pri­va­ten Miss­brauchs und der unan­ge­mes­se­nen pri­va­ten Geld­ab­schöp­fung. Sie ver­spricht aber auch eine ange­mes­se­ne Ver­wen­dung und weni­ger Ver­schwen­dung öffent­li­cher Gel­der. Die öffent­li­chen Haus­hal­te wer­den ver­ständ­li­cher, offe­ner, trans­pa­ren­ter und die Mit­tel­ver­wen­dung effi­zi­en­ter. All dies kommt dem All­ge­mein­wohl zugu­te.

Es macht auch Sinn, die PECUNIATIVE als eigen­stän­di­ge Gewalt zu kon­zen­trie­ren. Es ent­schlackt die ande­ren Gewal­ten, sorgt dafür, dass kei­ne ande­re Gewalt (z.B. die EXECUTIVE) zu viel Macht erhält, und trägt damit zur Balan­ce bei. Es garan­tiert die pro­fes­sio­nel­le und unab­hän­gi­ge Finanz­kon­trol­le der ande­ren Gewal­ten und der Pri­va­ten.

Media­ti­ve

Die Medi­en (Pres­se, Funk, Fern­se­hen und Inter­net) wer­den – in der poli­ti­schen Dis­kus­si­on – schon län­ger als die „vier­te Gewalt“ gehan­delt, und sicher­lich lässt sich nicht bestrei­ten, dass den Medi­en eine bedeu­ten­de Rol­le im poli­ti­schen Gesche­hen zukommt. Die­se Rol­le wird umso stär­ker, als der Anteil der Men­schen, die Zugang zu den Medi­en haben, immer grö­ßer wird. Von der Aus­wahl der Infor­ma­tio­nen bis zu deren Bewer­tung bestehen zahl­rei­che Mög­lich­kei­ten, das öffent­li­che Mei­nungs­bild zu beein­flus­sen. Poli­ti­ker fürch­ten und nut­zen dies und bemü­hen sich des­halb, in den Medi­en gut dazu­ste­hen. Gan­ze Pro­pa­gan­da­mi­nis­te­ri­en haben in der Ver­gan­gen­heit dafür gesorgt, dass im Volk ein posi­ti­ves Bild von der Regie­rung ent­stand, obwohl die Wirk­lich­keit völ­lig anders aus­sah, wie uns Deut­schen in der Zeit des Natio­nal­so­zia­lis­mus über­deut­lich gewor­den ist.

Kommt es von einer Hof­be­richt­erstat­tung für die Regie­run­gen zu einer sol­chen für die Wirt­schaft und das dahin­ter ste­hen­de Kapi­tal?

Zumin­dest Zwei­fel sind ange­bracht, und ange­sichts der gro­ßen Macht, die von den Medi­en aus­geht, dür­fen wir uns im Sin­ne des All­ge­mein­in­ter­es­ses auch nicht pri­va­ter Mei­nungs­ma­che aus­lie­fern. Ähn­lich wie die staat­li­chen Rund­funk­an­stal­ten mit ihren Radio und Fern­seh­pro­gram­men gele­gent­lich um Infor­ma­ti­on der Bevöl­ke­rung bemüht sind mit Inhal­ten, die für poli­ti­sche Ent­schei­dun­gen rele­vant sind, so wäre dies auch für die Print­me­di­en zu wün­schen. Und so wie bei Funk und Fern­se­hen ein Neben­ein­an­der von öffent­lich­recht­li­chem und pri­va­tem Ange­bot mach­bar ist, so soll­te dies auch gene­rell mög­lich sein.

Schließ­lich bil­det die MEDIATIVE auch die Platt­form für die Mei­nungs­äu­ße­rung des Bür­gers. Was frü­her der Markt­platz oder das Forum war, stellt die MEDIATIVE dann über Inter­net, Pres­se, Funk und Fern­se­hen kos­ten­los zur Ver­fü­gung. Ein zusätz­li­cher Bei­trag für den Bür­ger, ein zusätz­li­cher Bei­trag für die Demo­kra­tie. Mag sein, dass die­ser Ser­vice in der Sum­me teu­rer wird, als es der­zeit die Rund­funk­ge­büh­ren sind, aber vie­le wür­den sich pri­va­te Zei­tun­gen spa­ren kön­nen, da die wesent­li­chen Infor­ma­tio­nen von Inter­es­se – wie der­zeit schon in Funk und Fern­se­hen – zusätz­lich auch über öffent­li­che Print­me­di­en ver­brei­tet wür­den. Damit wür­de zwar der Markt für die pri­va­ten Print­me­di­en schmä­ler, aber nicht aus­ge­schlos­sen. Für sie wür­den glei­che Bedin­gun­gen gel­ten wie für die pri­va­ten Sen­der. Viel­falt bleibt also garan­tiert und wür­de – wo nötig – staat­lich geför­dert.

Die Kon­zen­tra­ti­on all die­ser Funk­tio­nen in einer staat­li­che Säu­le wäre ein Novum, das sowohl der Kon­trol­le des Staa­tes – der ande­ren Gewal­ten – als auch der Kon­trol­le des Wirt­schafts­le­bens zugu­te käme und dabei gleich­zei­tig die Trans­pa­renz und Mei­nungs­viel­falt för­dern wür­de. Die­ser gestie­ge­nen Bedeu­tung der MEDIATIVE soll­te durch die Auf­nah­me als fünf­te Gewalt in der Ver­fas­sung ange­mes­sen Rech­nung getra­gen wer­den; berech­tigt wäre es alle­mal und eben­so Berei­che­rung wie Fort­schritt für die demo­kra­ti­sche Ent­wick­lung.

These 1.3

1.3 Man soll­te es im Ver­hält­nis zum jeweils ande­ren suchen und erken­nen. Man soll­te her­aus­fin­den, was für die Gemein­schaft gut ist und sich dar­auf ver­stän­di­gen.

These 1.2

1.2 Nächs­ten­liebe ist gut. Den Nächs­ten so zu lie­ben, wie sich selbst, heißt sich selbst so anzu­neh­men, wie man ist, und den ande­ren, so wie er ist. Was für den einen gut ist, muss für den ande­ren nicht gut sein. Und was für die­sen böse ist muss es nicht für mich sein. Das Gute und das Böse ist rela­tiv.

These 9.5

9.5 Zur Balan­ce gehört eine Neu­jus­tie­rung der ein­zel­nen staat­li­chen Ebe­nen. Kei­ne Ein­heit darf auf ihrer Ebe­ne durch ihre Grö­ße die Gefahr einer Domi­nanz gegen­über den ande­ren Ein­hei­ten aus­lö­sen.

These 9.4

9.4 Die Welt­ver­fas­sung garan­tiert die Selb­stän­dig­keit und gegen­sei­tige Kon­trolle der ein­zel­nen Ebe­nen und Gewal­ten und die Aus­ge­wo­gen­heit die­ses 5 x 5-Sys­tems.

These 9.3

9.3 Zu den beste­hen­den hori­zon­ta­len Staats­ge­wal­ten (Legis­la­tive, Exe­ku­tive, Judi­ka­tive) kom­men mit der MEDIATIVE (Pres­se, Funk, Fern­se­hen, Inter­net) und der­PE­CU­NIA­TI­VE (Finanz­ver­wal­tung, Ban­ken­we­sen) zwei wei­tere Staats­ge­wal­ten als selb­stän­dige Säu­len im Staats­we­sen hin­zu.

These 9.2

9.2 Die ver­ti­kale Gewal­ten­tei­lung wird aus­ge­baut mit der Ent­wick­lung und Schaf­fung der con­ti­nen­ta­len und der glo­ba­len Ebe­ne. Über die beste­hen­den Ebe­nen (kom­mu­nal, regio­nal, natio­nal) hin­aus exis­tie­ren damit künf­tig ins­ge­samt 5 staat­li­che Ebe­nen als Tei­le des Gesamt­welt­staa­tes.

These 9.1

9.1 Der Welt­rechts­staat erhält sei­ne Balan­ce und Sta­bi­li­tät durch die Fort­ent­wick­lung der Gewal­ten­tei­lung.