6. Weltstaat

Im Zentrum des glocalischen Denkens steht das neue und umfassende Staatsverständnis. Es setzt den Staat nicht in Beziehung zu einer nationalen Gemeinschaft sondern setzt an der größtmöglichen Gemeinschaft, nämlich der Menschheit an und ordnet die vorhandenen politischen Ebenen diesem Gesamtstaat zu. Es handelt sich also um einen Weltstaat. Dieser lässt sich mit folgenden Thesen charakterisieren:

    • Der Staat ist als Weltstaat die Abbildung der Verantwortung, welche die Menschheit für sich selbst hat. Er versetzt sie in die Lage, diese wahrnehmen zu können.
    • Die Menschheit braucht den Weltstaat zur Selbsterhaltung, zur Sicherung des Friedens und zur Herstellung gleichwertiger und Bewahrung vielfältiger Lebensverhältnisse.
    • GLOCALIS bedeutet die Gemeinschaft aller Menschen, die sich im Weltstaat. Organisiert. Es geht um das organisierte „Wir“ der Menschheit.
    • Der Weltstaat ist ein Weltrechtsstaat mit einer Weltverfassung, mit der alles Recht vereinbar sein muss. Sie ist der Gesellschaftsvertrag der Menschheit mit sich selbst.
    • Der Weltstaat ist ein gegliederter Gesamtstaat, der aus 5 staatlichen Ebenen besteht. Er integriert die globale, continentale, nationale, regionale und die comunale Ebene.
    • Der Weltstaat schützt und fördert jede COMUNIA und jeden Menschen.

 

2 Kommentare

  1. GS sagt:

    Was den Staat zusammenhält ist immer Gewalt und Herrschaft.
    Staat stellt für mich ein Anachronismus dar ist immer nur Problem aber keinesfalls eine Lösung.
    Gesellschaft braucht Regeln und Kompetenz. Jeder Einzelne muß sich dazu freiwillig bekennen und es aus sich heraus leben.Alles Besteben sollte darauf gerichtet sein dafür Raum zu schaffen.Eigentum und Patente ist eine Bremse für die Entwicklung der Gesellschaft.“Schließt Besitz nicht mit ein“
    Keine Personen und keine Körperschaften und keine Körperschaftrechte.
    Nur Mensch und Natur. Alles andere führt in meinem Augen über kurz oder lang wieder zum Ist Zustand.

  2. ja ich glaube auch, dass man im Kleinen mehr Anarchie wagen kann,aber ohne Staat, ohne geregelte Kompetenzen jenseits der kommunalen Ebene wird man manche Probleme einfach nicht in den Griff bekommen (z.B. Klima, Krieg) Da auf Mensch und Natur zu hoffen, halte ich gleichermaßen für optimistisch wie fatalistisch.
    Ich sehe die „Fairänderung“ eher in der Struktur als im Menschen selbst.
    Unter besseren Bedingungen wird dann vielleicht auch der Mensch besser.
    Die Staatsgewalten brauchen selbstverständlich Kompetenz. Diese zu garantieren ist vornehme Aufgabe von Glocalis

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